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Dr. Koller

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Nachtblindheit
Unter Nachtblindheit versteht man eine deutlich reduzierte Sehleistung in Dämmerung und Dunkelheit. Es gibt eine angeborene oder erworbene Nachtblindheit. Die angeborene Nachtblindheit wird vererbt, die erworbene kann durch Vitamin-A-Mangel oder verschiedene Augenerkrankungen verursacht sein. Der Betroffene bemerkt Sehprobleme bei Dämmerung und in der Dunkelheit. Die Diagnose kann mithilfe von Spezialgeräten durch den Augenarzt gestellt werden. Die therapeutischen Optionen sind begrenzt und abhängig von der Ursache.

Neuritis nervi optici
Sehnervenentzündung mit vorübergehendem oder dauerndem Verlust der Sehschärfe. Bei MS (Multiple Sclerose) häufig.

Netzhaut
Auch Retina, die lichtempfindliche Innenauskleidung des Auges, in der verschiedene Sinneszellen sitzen. Die Stäbchen sind für das Schwarz/Weiß-Sehen zuständig und sind lichtempfindlicher. Im Sehzentrum (Fovea) fehlen sie. Die Zapfen sind für das Farbensehen zuständig. Im Sehzentrum sind sie am dichtesten, daher können wir hier auch die kleinsten Dinge erkennen. Sie sind weniger lichtempfindlich, daher sehen wir nachts unschärfer und nur noch grau, d.h. nur noch mit den Stäbchen. Die Netzhaut kann sich ablösen. Wird sie nicht schnellstmöglich operativ wieder angelegt, erreicht sie nie wieder ihre alte Leistungsfähigkeit. Bei der Makulopathie sterben Teile der Netzhaut im Zentrum ab und das Lesevermögen kann verloren gehen. Die Netzhaut wird mit eigenen Blutgefäßen versorgt. Kommt es hier zu Verschlüssen, fällt sie plötzlich teilweise oder ganz aus. In diese Richtung kann man dann nichts mehr sehen. Geht für Minuten auf einem Auge das “Licht aus”, kann dies ein Vorbote eines drohenden Schlaganfalls sein. Die Netzhaut kann mit einer Lupe bei der sogenannten Ophthalmoskopie direkt betrachtet werden.

Netzhautablösung
Unter Netzhautablösung versteht man eine bedrohliche Sehstörung, die durch Abhebung der Rezeptorschicht der Netzhaut vom darunter liegenden Pigmentepithel entsteht und die einen von 10 000 Menschen betrifft. Risikofaktoren sind vor allem Kurzsichtigkeit, vorangegangene Katarakt-Operationen, Diabetes mellitus und entzündliche Prozesse oder Tumoren im Auge. Frühsymptome sind das Sehen von Lichtblitzen oder von einem Schwarm schwarzer Punkte. In der Folge kommt es zu zunehmender Gesichtsfeldeinschränkung wie durch einen dunklen Vorhang. Da die Prognose vom Grad der Netzhautablösung abhängt und im schlimmsten Fall die Erblindung droht, sind frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend. In manchen Fällen reicht die Behandlung der Ursache zur Besserung aus. Bei Vorstufen ist die Laserbehandlung das Mittel der Wahl, ansonsten muss die Netzhautablösung operativ versorgt werden. Bei bekannten Risikofaktoren sollte regelmäßig eine augenärztliche Kontrolle erfolgen, um Vorstufen rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Netzhautuntersuchung
Die Spiegelung des Augenhintergrundes. Zuerst bekommt man Augentropfen um die Pupille zu erweitern. Dies ist notwendig, da man in das Auge hineinleuchten muß und bei, im hellen Licht naturgemäß enger Pupille, es sonst so ist, als wenn man durch ein Schlüsselloch schaut und das ganze Wohnzimmer beschreiben soll. Dann wird mit einer hellen Lampe ins Auge geleuchtet und mit einer Lupe das entstehende Bild betrachtet. Anschließend ist man für einige Stunden nicht fahrtüchtig und sollte daher nicht selbst wieder nach Hause fahren.

Was erkennt man?

  • Den Sehnerven und ob er beschädigt ist, z.B. beim grünen Star oder bei Hirntumoren.
  • Die Blutgefäße und ihre Veränderungen, z.B. durch Zucker, hohen Blutdruck, Thrombosen.
  • Die Makula und ihre Beschädigungen durch Alterung, Gifte, Erkrankungen und Verletzungen
  • Das Anliegen der Netzhaut (sollte bei Patienten mit starker Kurzsichtigkeit alle 2 Jahre überprüft werden)
  • Mechanische Schäden der Netzhaut durch Verletzungen und Strukturveränderungen (z.B. Einriße bei starker Kurzsichtigkeit)
  • Das Vorliegen von Tumoren oder Metastasen im Auge
  • Schwerwiegende Entzündungen des Augeninneren


Nystagmus
Augenzittern. Unwillkürlich ablaufende Ruck- oder Pendelbewegungen der Augäpfel in horizontaler, seltener in vertikaler Richtung. Blickrichtungsnystagmus: Auftreten von Rucknystagmus mit einer schnellen und langsamen Komponente beim Blick nach links oder nach rechts, nach oben oder unten. Die schnelle Bewegung erfolgt in Blickrichtung (häufig bei MS). optokinetischer Nystagmus: Aufttreten von Nystagmus bei Verfolgung bewegter Gegenstände mit den Augen, z.B. fahrender Zug, rotierende Schwarzweiß-Streifen. Bei MS häufig gestört. Pendel-Nystagmus: Hin- und Herpendeln der Augen beim Blick geradeaus oder beim Fixieren von Gegenständen, meist angeboren. Rucknystagmus: Bestehend aus einer nach der kranken Seite langsamen und nach der Gegenseite schnellen Bewegung.